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Das Erbe von AP&T

Die Geschichte von AP&T beginnt in den frühen 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Zum damaligen Zeitpunkt stand die schwedische Blechbearbeitungsbranche ganz im Zeichen mechanischer Pressen. In Schweden gab es mindestens 7 bis 8 Hersteller.

Bertil Åberg kam daher die Rolle eines Pioniers zu, als er 1964 in seinem neu gegründeten Unternehmen Lagan Press die Produktion hydraulischer Pressen aufnahm. Åberg war ein Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes. Vorher hatte er Ersatzteile und Styling-Teile für amerikanische Autos importiert. Die amerikanischen Hersteller hatten es bei der Lieferung der bestellten Teile jedoch nicht besonders eilig. Åberg untersuchte daher im Jahr 1963 die Möglichkeiten der eigenen Produktion und erkannte schnell, dass die Herstellung dieser Teile mit mechanischen Pressen viel zu teuer werden würde, weil es dabei ja auch nur um relativ kleine Serien ging. Die Entwicklung hydraulischer Pressen war in Deutschland schon weiter vorangeschritten als in Schweden. Åberg fuhr also mehrfach nach Deutschland, um die Möglichkeiten zu untersuchen. Er kam jedoch zu der Erkenntnis, dass die deutschen Pressen zu teuer und kompliziert waren. Folglich entschloss er sich, die Pressen ganz einfach selbst herzustellen.

Die Konstruktion gelang so gut, dass er bald darauf eine Presse an einen externen Kunden verkaufen konnte. Der Werkzeughersteller LUNA zeigt Interesse und übernahm den Vertrieb in Schweden.

Gleichzeitig gründeten Stig Gunnarson und Janne Merlander mit ähnlicher Zielsetzung eine kleine Werkzeugfabrik im schwedischen Blidsberg. Die ersten Produkte waren Stangenschneidemaschinen und Pressenwerkzeuge für unterschiedliche Branchen. Aus dieser Geschäftstätigkeit, die zunächst übrigens in einem alten Hühnerstall (!) stattfand, entwickelte sich nach und nach eine erfolgreiche Werkzeugproduktion mit dem Namen VIBAB (Verktygstillverkaren i Blidsberg AB).

Im schwedischen Tranemo hatten Håkan Sallander und Bertil Jonsson die Idee, stabilere hydraulische Pressen für mehrere Abläufe auf demselben Pressentisch zu produzieren. Åberg von Lagan Press war für diese Idee jedoch nicht zu gewinnen und musste daher 1970 die Entstehung eines argen Konkurrenten zur Kenntnis nehmen: Tranemo Hydraulmaskiner.

Diese Unternehmen wurden in den 70-er und 80-er Jahren zu wichtigen Akteuren auf dem schwedischen Blechbearbeitungsmarkt. Alle drei entwickelten im Laufe der Zeit auch immer mehr Automationsprodukte. Anfang der 80-er Jahre verkaufte Åberg seine Firma Lagan Press, die etliche Jahre später im ASEA-Konzern landete (heute ABB). Noch am Ende der 80-er Jahre waren Lagan Press, Tranemo Hydraulmaskiner und VIBAB in erster Linie örtliche schwedische Unternehmen. Die gemeinsame Konzentration auf den Exportmarkt und das Angebot kompletter Lösungen waren daher die entscheidenden Gründe dafür, dass die Besitzer der Firmen 1989 über eine Fusion zu sprechen begannen, die dann im letzten Quartal desselben Jahres noch in die Tat umgesetzt wurde.

In den 90-er Jahren wurde der Umsatz verdreifacht. Eigene Vertriebs- und Servicefirmen wurden in Deutschland, den USA und Dänemark gegründet. Das italienische Unternehmen Norda wurde 1991 übernommen, und 1994 wurde die schwedische Firma Talent AB aufgekauft. Im Jahr 2001 wurden eigene Vertriebsgesellschaften in Großbritannien und Japan gegründet. Seit 2007 ist AP&T auch in Polen durch eine eigene Vertriebs- und Servicegesellschaft vertreten. Die Präsenz von AP&T in Asien wurde im Jahr 2009 durch die Gründung einer eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaft in Shanghai/China ausgebaut.

Heute, rund 40 Jahre nach der ersten Produktion hydraulischer Pressen durch Bertil Åberg, sind die Produkte von AP&T auf allen Kontinenten anzutreffen.
 

Die Geschichte